LHV Hoyerswerda II – NSV Gelb‑Weiß Görlitz 33:32 (17:15)
Der LHV Hoyerswerda II hat in einem hochdramatischen Heimspiel einen 33:32‑Sieg gegen den NSV Gelb‑Weiß Görlitz eingefahren. Die Partie bot alles, was Handball ausmacht: starke Phasen, unnötige Fehler, viele Emotionen – und eine Schlussminute, die nichts für schwache Nerven war.
Die Gastgeber erwischten ohne das krankheitsbedingt fehlende Trainer- und Offiziellenteam Schwarzbach/Kundold den besseren Start. Niklas Holst eröffnete das Spiel mit dem 1:0 und in den folgenden Minuten setzte sich der LHV Stück für Stück ab. Marko Gäbler zeigte sich früh treffsicher und verwandelte sicher vom Siebenmeterpunkt, während Christian Proft und Benjamin Jendryke wichtige Treffer beisteuerten. Nach rund 17 Minuten führte Hoyerswerda bereits mit 13:8 – eine Phase, in der die Abwehr kompakt stand und das Tempospiel funktionierte.
Bis zur Pause blieb der LHV das tonangebende Team. Marvin Trunsch brachte mit zwei Toren kurz vor der Halbzeit zusätzliche Energie ins Spiel, sodass es mit einem knappen, aber verdienten 17:15 in die Kabine ging.
Nach dem Seitenwechsel legte Hoyerswerda erneut stark los. Trunsch drehte nun richtig auf und war in dieser Phase kaum zu stoppen. Seine Treffer zum 19:16, 20:16 und 21:17 hielten Görlitz auf Abstand. Auch Ben Juralewsky traf mehrfach und sorgte für wichtige Entlastung. Mitte der zweiten Hälfte führte der LHV mit 29:24 – die Partie schien unter Kontrolle.
Doch Görlitz kämpfte sich zurück. Besonders Lennard Mischock, der am Ende elf Tore erzielte, brachte die Gäste wieder heran. Zeitstrafen und einige hektische Angriffe ließen den Vorsprung schmelzen. In der 58. Minute stand es plötzlich nur noch 33:32 – und die Halle wurde zum Hexenkessel.
Die letzte Spielminute hatte es in sich:
Der LHV vergab zunächst unter Zeitspiel einen Wurf und gab Görlitz damit die Chance auf den Ausgleich. Die Gäste spielten den Angriff geduldig aus, holten einen Freiwurf heraus – und hatten wenige Sekunden vor Schluss die große Möglichkeit, das 33:33 zu erzielen. Doch Torhüter Bastian Kaiser blieb in diesem Moment eiskalt. Er parierte den direkten Freiwurf der Görlitzer, der den Weg vorbei an der Mauer der Zuse-Städter fand und sicherte seinem Team damit den viel umjubelten fünften Heimsieg in Serie.
Jetzt folgt ein spielfreies Wochenende, ehe die zweite Männer des LHV ins Geschehen des Ostsachsenpokals eingreift. Am 22.02.2026 ist man im Viertelfinale ab 14.00 Uhr zu Gast bei der Dritten Vertretung des HSV 1923 Pulsnitz. Dort wird das alles raushauen, um ins Halbfinale einzuziehen.
Der LHV spielte mit: Bastian Kaiser, Alex Schmidt (bd. im Tor), Ben Juralewsky (3), Christian Proft (2), Tim Aufderheide (2), Erik Kaasche (2), Marc Heyne, Benjamin Jendryke (2), Aaron Krannich (2), Julian Bahl, Niklas Holst (3), Marko Gäbler (7/3), Nico Ronatschk (1), Mario Stephan, Marvin Trunsch (8), Stanley Brix Möller (1)

Fotos: Clemens Wolfram @socialwolfram




