Regionspokal Ostsachsen 25/26 – Halbfinale
LHV Hoyerswerda II – HVH Kamenz 23:24 (9:8)
Der LHV Hoyerswerda II hat das Halbfinale im Regionspokal Ostsachsen 25/26 nach einer intensiven und umkämpften Partie knapp verloren. In der heimischen Sporthalle des BSZ „Konrad Zuse“ unterlagen die Gastgeber dem HVH Kamenz mit 23:24. Über weite Strecken der Begegnung zeigte der LHV eine starke Leistung, vor allem im Abwehrverbund, musste sich am Ende jedoch trotz großem Kampf geschlagen geben.
Der LHV startete konzentriert in die Partie und ging bereits nach wenigen Sekunden durch Marvin Trunsch in Führung. In der Anfangsphase entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit wechselnden Führungen. Mit zunehmender Spielzeit stabilisierten sich die Hausherren jedoch vor allem in der Defensive. Die Abwehr des LHV arbeitete vor einem gut aufgelegten Bastian Kaiser im Tor sehr kompakt und setzte die Gäste immer wieder unter Druck, sodass Kamenz nur selten zu klaren Torchancen kam. Im Angriff hatte man aufgrund fehlender Bewegung deutlich Probleme zum Abschluss zu kommen. Dazu kam die an diesem Tag entscheidende mangelnde Chancenverwertung.
Im Angriff übernahmen vor allem Kaasche, Gäbler und Trusch Verantwortung und sorgten für wichtige Treffer. Nach dem 4:6 -Rückstand nach elf Minuten gelang ein 4:0-Lauf zur 8:6-Führung knapp sieben Minuten vor dem Seitenwechsel. Die Gäste hielten jedoch dagegen und verkürzten kurz vor der Pause noch einmal. Ein verwandelter Siebenmeter stellte schließlich den 9:8-Halbzeitstand für den LHV her.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung lange offen. Der LHV eröffnete den zweiten Spielabschnitt mit dem 10:8, ehe Kamenz im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit besser ins Spiel fand und das Ergebnis drehte. So wurde der Druck auf die Zuse-Städter deutlich erhöht. Trotz der weiterhin starken Abwehrarbeit der Gastgeber gelang es im Angriff zu selten, die sich erarbeitenden Möglichkeiten konsequent zu nutzen. Mehrere gute Chancen blieben ungenutzt, wodurch sich die Gäste Stück für Stück einen kleinen Vorsprung erarbeiten konnten.
In der Schlussphase zeigte der LHV noch einmal große Moral. Beim Stand von 22:24 verkürzte zunächst Lukas Käschel, ehe Erik Kaasche kurz vor dem Ende den Anschlusstreffer zum 23:24 erzielte. Mit dem Schlusspfiff bot sich den Hausherren noch einmal die Möglichkeit zum Ausgleich per Siebenmeter, doch der Wurf fand nicht den Weg ins Tor. Damit blieb es beim knappen Erfolg für die Lessing-Städter.
Trotz der Niederlage zeigte die Zweite des LHV eine engagierte Leistung mit einer besonders starken Abwehrarbeit. Ausschlaggebend für das ärgerliche Ausscheiden war letztlich vor allem die mangelnde Chancenverwertung im Angriff, wodurch sich die Mannschaft für ihren großen Einsatz nicht belohnen konnte. Gegenüber der Vorwoche fielen zehn Tore weniger. Insgesamt gab es nur vier Torschützen, davon mit Trunsch (7), Kaasche (7) und Gäbler (8/3) drei relevant. Mit 23 erzielten Toren wird man kaum ein Spiel gewinnen können.
Am kommenden Samstag steht dann im Ligaberieb das nächste Spiel auf dem Plan. Mit dem Radeberger SV II empfängt man die Verbandsliga-Reserve der Bier-Städter. Hier hat man aus der Hinrunde noch eine Rechnung offen, denn das Spiel beim RSV ging im November 2025 mit 22:28 verloren. Die Abwehr muss gegen die jungen und torhungrigen Radeberger (im Schnitt 30 Tore pro Spiel, 121 Tore aus den letzten drei Spielen) wieder genau so kompakt stehen wie in den Spielen zuvor, damit der Grundstein für einen Heimerfolg gelegt werden kann.
Der LHV spielte mit: Bastian Kaiser (im Tor), Ben Juralwesky, Christian Proft, Tim Aufderheide, Stanley Brix Möller, Erik Kaasche (7), Marc Heyne, Elias Krannich, Julian Bahl, Marko Gäbler (8/3), Nico Ronatschk, Stanley Lorenz, Mario Stephan, Marvin Trunsch (7), Pepe Rohleder, Lukas Käschel (1) – Trainer/ Offizielle: Robert Schwarzbach, Mario Kunold, Benjamin Jendryke

Fotos: privat




