Ein verrücktes Spiel, ein unglaubliches Comeback …

23 März, 2026

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… und am Ende fehlten nur Zentimeter zum Sieg

LHV Hoyerswerda II – Radeberger SV II 36:36 (16:20)

Der LHV Hoyerswerda II hat sich im Heimspiel gegen den Radeberger SV II ein spektakuläres 36:36 erkämpft. Was nach knapp 48 Minuten noch nach einer klaren Niederlage aussah, verwandelte sich in die emotionalste Aufholjagd der Saison. Die Mannschaft drehte einen Sieben Tore Rückstand, die Halle kochte – und in den letzten Sekunden lag sogar der Sieg in der Luft.

Die Anfangsphase begann vielversprechend: Erik Kaasche und Marvin Trunsch sorgten für eine frühe 3:1 Führung, doch danach verlor der LHV den Zugriff. Radeberg nutzte jede Unkonzentriertheit konsequent aus und setzte sich Tor um Tor ab. Besonders Alberto Barnt und Christoph Jakisch stellten die LHV Abwehr immer wieder vor Probleme. In der 21. Minute lag Hoyerswerda bereits mit 9:14 hinten, zur Pause ging es mit einem 16:20 in die Kabine, wo erstmal dicke Luft war. Mit dem Angriff konnte man trotz der Schwierigkeiten zufrieden sein, aber die Abwehrarbeit war ungenügend. Zu frühes Aushelfen führte immer wieder zum Abräumen auf die starken Außenspieler der Bier-Städter.

Auch nach dem Seitenwechsel wurde es zunächst nicht besser. Radeberg erhöhte auf 17:22, später sogar auf 25:32 – ein Sieben Tore Rückstand, der die Partie eigentlich entschieden wirken ließ. Doch dann nahm Robert Schwarzbach eine entscheidende Auszeit und schwörte die Mannschaft auf die letzteViertelstunde ein, wodurch die unglaubliche Aufholjagd begann. Angeführt von einem überragenden Marvin Trunsch (ingesamt 13 Tore, 3/3 Siebenmeter) und einem unermüdlichen Erik Kaasche (9 Tore) kämpfte sich der LHV Tor für Tor zurück ins Spiel. Die Abwehr wurde fokussierter und die Halle immer lauter.

Zwischen der 48. und 56. Minute explodierte die Stimmung endgültig. Hoyerswerda traf fast im Minutentakt, Radeberg wankte – und als Stan Altmann (4 Tore) in der 59. Minute zum 36:36 ausglich, stand die Halle Kopf. Die Zuschauer peitschten das Team an und jeder Aktion wurde zum emotionalen Ausnahmezustand.

Und dann kam die Schlusssequenz:

Noch zehn Sekunden auf der Uhr, der LHV nach dem vermeintlich letzten Angriff der Radeberger doch nochmal im Ballbesitz, die Chance auf den Sieg. Die Halle hielt den Atem an. Doch im letzten Angriff rutschte der Ball unglücklich aus der Hand – Radeberg versuchte es nochmal, scheiterte aber an Torhüter Bastian Kaiser und die Schlusssirene beendete ein Spiel, das niemand so schnell vergessen wird.

Trotz des verpassten Sieges fühlte sich das Remis wie ein Erfolg an. Die Mannschaft zeigte Moral, Leidenschaft und Kampfgeist – und die Fans verwandelten die BSZ Halle in einen Hexenkessel, der das Team förmlich nach vorn trug.

Am kommenden Samstag wartet dann mit dem HVH Kamenz der Halbfinalbezwinger auf die Mannen um „Blacky“ Schwarzbach. Die Abwehr muss wieder stehen, um die beiden Punkte in der Sporthalle des BSZ „Konrad Zuse“ zu behalten.

Der LHV spielte mit: Bastian Kaiser, Alex Schmitt (bd. im Tor), Ben Juralewsky (2), Tim Aufderheide (3), Stan Altmann (4), Erik Kaasche (9), Marc Heyne (1), Aaron Krannich, Marko Gäbler (1), Nico Ronatschk (2), Stanley Lorenz, Mario Stephan (1), Marvin Trunsch (13/3), Stanley Brix Möller, Pepe Rohleder – Trainer/Offizielle: Robert Schwarzbach, Mario Kunold, Benjamin Jendryke.

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