LHV Hoyerswerda II – HVO Cunewalde II 31:28 (14:11)
Der LHV Hoyerswerda II hat das Derby gegen den HVO Cunewalde II mit 31:28 für sich entschieden. In einer intensiven und temporeichen Partie zeigte die Mannschaft vor zahlreichen Zuschauern eine geschlossene Leistung und belohnte sich am Ende mit dem Derbysieg. Der erhoffte Sieg mit fünf Toren Differenz, der für die Meisterschaft auf der Zielgeraden nötig gewesen wäre, blieb jedoch knapp aus.
Mit Spielbeginn trat der LHV selbstbewusst auf. Die Abwehrarbeit war von Beginn an sehr kompakt und diszipliniert. Cunewalde tat sich schwer, Lösungen zu finden, und kam erst nach rund sieben Minuten – in einer doppelten Unterzahl der Gastgeber – zum ersten Treffer. Auch danach blieb Hoyerswerda stabil, verteidigte aufmerksam und nutzte im Angriff seine Chancen konsequent. Einen wichtigen Anteil daran hatte auch Bastian Kaiser im Tor, der wieder eine tolle Partie zeigte und dem LHV über vor allem ist der ersten Hälfte mit zahlreichen starken Paraden den Rücken freihielt.
Die ersten 30 Minuten verliefen insgesamt auf einem sehr guten Liganiveau. Beide Mannschaften zeigten eine ordentliche Chancenverwertung – auf Seiten der Gastgeber auf allen Positionen gut verteilt, doch der LHV blieb über weite Strecken die bestimmende Mannschaft. In der 26. Minute musste Hoyerswerda allerdings einen Rückschlag hinnehmen: Erik Kaasche sah nach einem Kopftreffer die dritte Zeitstrafe und dadurch die rote Karte, wodurch der LHV im weiteren Verlauf auf einen wichtigen Schlussmann im Angriff verzichten musste. Dennoch ging die Mannschaft mit einer verdienten 14:11-Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel startete der LHV mit voller Kraft in den zweiten Durchgang. Die Abwehr stand weiterhin gut, wobei Nico Ronatschk mit einer starken Defensivleistung hervorzuheben ist. Die Partie blieb schnell, intensiv und spannend, geprägt von guten Kombinationen und schnellem Umschaltspiel. Auch die Stimmung in der Halle war außergewöhnlich: Die zahlreichen Zuschauer sorgten für lautstarke Unterstützung, und auch auf der Bank war die Energie über die gesamte Spielzeit deutlich zu spüren.
Mit Aushilfsspieler Christian Untermann hatte der LHV zudem einen erfahrenen Akteur auf der Platte, der nicht nur spielerisch wichtig war, sondern auch seine taktischen und trainerischen Fähigkeiten einbrachte und Haupttrainer Robert „Blacky“ Schwarzbach unterstützte.
Im Hinterkopf blieb beim LHV die benötigte Fünf-Tore-Differenz, um den ersten Tabellenplatz noch erreichen zu können. Cunewalde hielt jedoch stark dagegen und ließ sich nie entscheidend abschütteln. Zwar setzte sich der LHV zwischenzeitlich weiter ab, doch die Gäste blieben bis in die Schlussphase gefährlich.
In der 59. Minute bot sich Hoyerswerda schließlich die große Chance, auf fünf Tore davonzuziehen. Ein Siebenmeter hätte den ersehnten Vorsprung bringen können, wurde jedoch vom Gästetorhüter gehalten. So blieb es am Ende beim 31:28.
Der LHV geht damit als verdienter Derbysieger vom Platz, verpasst jedoch knapp den Meistertitel. Cunewalde bleibt trotz der Niederlage Tabellenführer, während Hoyerswerda mit dieser Leistung ein klares Zeichen gesetzt hat.
Nach einem schwierigen Saisonstart, einer harten Hinrunde ausschließlich mit Auswärtsspielen und einer Niederlagenfreien Rückrunde daheim beendet die zweite Männer des LHV Hoyerswerda die Saison auf einem starken zweiten Tabellenplatz und nimmt aufgrund des Verzichts des HVO Cunewalde das Aufstiegsrecht in die Verbandsliga Ost war.
Die Mannschaft bedankt sich für die großartige Unterstützung von den Rängen, nicht nur beim letzten Spiel der Saison, sondern über den gesamten Saisonverlauf hinweg.
Nun heißt es erst einmal runterfahren, die handballfreie Zeit zu genießen und sich bei lockeren Trainingseinheiten fit und geschmeidig zu halten.
Wir freuen uns auf ein erneutes Abenteuer in der Verbandsliga.
Der LHV spielte mit: Bastian Kaiser (im Tor), Ben Juralewsky (3), Christian Proft (3), Tim Aufderheide (4/2), Stan Altmann (3), Erik Kaasche (1), Marc Heyne, Christian Untermann (4), Aaron Krannich, Niklas Holst (4), Marko Gäbler (7), Nico Ronatschk (1), Stanley Lorenz (1), Mario Stephan, Lukas Käschel, Pepe Rohlder – Trainer/ Offizielle: Robert Schwarzbach, Mario Kunold, Benjamin Jendryke, Julian Bahl, Mandy Jacob
LHV kämpft wie Sau! (BJ)




