3. Spieltag der Oberliga Sachsen: LHV Hoyerswerda – SG LVB Leipzig 27:29 (13:15)
Es war wieder Heimspielzeit beim LHV Hoyerswerda! Zu Gast im BSZ Konrad Zuse war mit der SG LVB Leipzig niemand Geringeres als der letztjährige Vizemeister und amtierende Pokalsieger. Für den LHV also bereits am 3. Spieltag der nächste richtig schwere Brocken.
Nach den beiden Auftaktniederlagen war der Saisonstart sicherlich nicht so verlaufen, wie man es sich in Hoyerswerda vorgestellt hatte. Umso wichtiger war die Trainingswoche vor dem Spiel. Die angeschlagenen Spieler waren wieder zurück und die Mannschaft wollte dem eigenen Publikum zeigen, dass sie bereit ist, alles auf der Platte zu lassen. Denn eines ist in Hoyerswerda bekannt: Kampf, Leidenschaft und Einsatz werden von den Fans immer honoriert.
Und genau das bekam man von Beginn an zu sehen.
Leipzig zeigte sofort, mit welchem Tempo die Mannschaft in dieser Saison unterwegs ist. Die erste Viertelstunde entwickelte sich zu einem offenen und ausgeglichenen Schlagabtausch. Der LHV ging zunächst mit 3:2 in Führung, ehe Leipzig das Spiel drehte und auf 6:8 stellte. Doch die Gastgeber blieben dran und glichen beim 9:9 wieder aus.
Tom Baugstatt zeigte dabei wieder das er einer der treffsichersten 7m Schützen der Liga ist . Überhaupt zeigte sich auch in dieser Partie ein Muster, das sich bereits durch die ersten Begegnungen zog: Der LHV war keineswegs chancenlos. Auch die bisherigen Spiele hätten mit etwas mehr Glück durchaus anders ausgehen können.
Doch zurück zum Geschehen: Leipzig kam nun besser in Fahrt und konnte sich kurz vor der Halbzeit auf 10:14 absetzen. Vor allem in der Abwehr bekam die SG LVB zunehmend besseren Zugriff. Dazu kam ein weiterer Faktor: Auch auf der Torhüterposition hatte Leipzig an diesem Abend das kleine Plus auf seiner Seite.
Der LHV erspielte sich dennoch immer wieder gute Durchbruchsmöglichkeiten. Was allerdings gerade in der ersten Halbzeit fehlte, war das nötige Quäntchen Glück. Pfosten, Latte – immer wieder landete der Ball am Aluminium. Gerade in dieser Phase war das für die LHV-Anhänger zum Haare raufen.
Auch Nick Widera musste sich mit einem weiteren Pfostentreffer begnügen – doch zum Glück blieb ihm diesmal zumindest noch die Möglichkeit, den Abpraller kurz vor der Sirene zum wichtigen 13:15-Halbzeitstand einzunetzen.
Mit einer ordentlichen Portion Hoffnung und dem festen Glauben an die eigene Chance ging es in die Kabine. Das Trainergespann Kühn/Canbek sprach den Jungs noch einmal Mut zu – und genau diesen Mut und diese Zuversicht sollte man auch in der zweiten Halbzeit über weite Strecken erkennen.
Der LHV kämpfte, lief und biss sich immer wieder heran. Leipzig zeigte allerdings, warum die Mannschaft zu den Topteams der Liga gehört. Trotzdem gelang es den Gastgebern, den Rückstand immer wieder zu verkürzen.
Und dann wurde es richtig spannend!
Beim 22:23, erzielt durch Nils Nitzsche, war der LHV plötzlich wieder ganz dicht dran. Die Halle spürte, dass hier vielleicht noch etwas gehen könnte.
Doch eine ärgerliche Doppelzeitstrafe kurz hintereinander gegen den LHV ließ den möglichen Wendepunkt zunächst verpuffen. Leipzig nutzte die Überzahl konsequent und legte einen 4:0-Lauf hin. Beim Stand von 22:27 sah sich Willi Kühn gezwungen, die letzte Auszeit zu nehmen.
Und diese zeigte Wirkung!
Der LHV kam noch einmal zurück und startete seinerseits einen 5:2-Lauf. Plötzlich stand es in der 58. Minute nur noch 27:29 – und die Halle hätte endgültig zum Kochen gebracht werden können.
Doch genau in dieser entscheidenden Phase fehlte dem LHV die nötige Ruhe und Cleverness. Die Angriffe wurden nicht mehr konzentriert genug ausgespielt, und Leipzig ließ sich die Führung nicht mehr nehmen.
Am Ende steht deshalb eine 27:29-Niederlage, die aufgrund der Spielanteile und der Leistung des Favoriten verdient ist – die dem LHV aber gleichzeitig zeigt, dass man auch gegen eine Mannschaft dieses Kalibers absolut mithalten kann.
Natürlich hatte man sich nach drei Spieltagen etwas anderes vorgestellt. 0:6 Punkte sind nicht der Start, den man sich in Hoyerswerda gewünscht hatte.
Aber jetzt gilt es erst recht: Kopf hoch, weiterarbeiten und Geduld bewahren!
Die Mannschaft muss sich finden, neue Spieler und neue Abläufe müssen sich entwickeln und viele Dinge müssen noch ineinandergreifen. Die ersten Spiele haben aber auch gezeigt, dass die Mannschaft das Potenzial besitzt, in dieser Liga mitzuhalten.
Und was gibt es schließlich Schöneres, als nach einer Niederlage direkt die nächste Chance zu bekommen?
Die wartet ausgerechnet bei unseren „Freunden“ aus Görlitz!
DERBYZEIT! 🔥
Am kommenden Sonntag geht es zum SV Koweg Görlitz. Die Jahnsporthalle ruft zum Derby – und genau dort soll endlich der erste Saisonsieg her!
Also packt eure Sachen, liebe LHV-Fans, und macht euch auf den Weg nach Görlitz. Unterstützt unsere Jungs lautstark und gemeinsam wollen wir alles dafür tun, dass die ersten beiden Punkte der Saison mit nach Hoyerswerda kommen!
LHV spielte mit: Schuhmann, Schacht, Reimer, Nitzsche(3), Weikert , S.Schneider(4), Krannich(4), Kaasche, Widera(5), Just(1), Bisinger, Sobanski, Kahle(2), H.Schneider, Tom Baugstatt(6), Tim Baugstatt(2)
📍 Jahnsporthalle Görlitz
📅 Sonntag
⏰ Anpfiff: 17:00 Uhr
DERBY! LHV-Kämpft wie Sau




