LHV Hoyerswerda III – SV Lok Königsbrück 35:32 (18:14)
Die neu formierte 3. Männermannschaft des LHV Hoyerswerda startet mit einem Heimsieg in die neue Saison der Erwachsenen-Regionsliga Männer. Gegen einen über die gesamte Spielzeit kämpferischen SV Lok Königsbrück setzte sich die Dritte am Ende mit 35:32 durch und sicherte sich damit die ersten beiden Punkte der neuen Spielzeit.
Dabei hat sich in unserer Männerabteilung zur neuen Saison einiges verändert: Die bisherige „Dritte“ geht nun als 4. Männermannschaft in der Freizeitklasse an den Start. In der Regionsliga tritt dagegen eine neu zusammengestellte Mannschaft mit sehr gemischter Altersstruktur an – und die zeigte gleich zum Auftakt, dass mit ihr zu rechnen ist.
Blitzstart der Dritten
Von Beginn an war Feuer in der Partie. Die neu formierte Mannschaft stand hinten stabil, gewann wichtige Bälle und schaltete anschließend blitzschnell um. Der Lohn für den engagierten Start: Ein 4:0 durch Lutz, Aufderheide, Lorenz und Stephan.
Die Dritte bestimmte das Spiel und setzte Königsbrück mit einer beweglichen Abwehr und hohem Tempo ordentlich unter Druck. Im Angriff wurden die Ballgewinne konsequent genutzt.
Einer, der dabei immer wieder für Unruhe in der gegnerischen Abwehr sorgte, war Aaron Krannich. Wuselig, schwer zu greifen und mit viel Zug zum Tor präsentierte er sich in bester Spiellaune und sollte am Ende starke acht Treffer auf seinem Konto haben.
Auch im weiteren Verlauf hatte der LHV das Geschehen zunächst fest im Griff. In der 20. Spielminute war die Führung beim 15:7 sogar auf acht Tore angewachsen.
Acht Tore vorne – und trotzdem wird es eng
Doch die komfortable Führung sollte nicht lange Bestand haben. Statt das Spiel frühzeitig zu entscheiden, machte es sich die Dritte selbst unnötig schwer. Einfache Fehler im Angriff und zunehmende Nachlässigkeiten in der Abwehr brachten die Gäste zurück ins Spiel.
Königsbrück nahm den Kampf an und verkürzte den Rückstand Tor um Tor. Aus dem komfortablen Vorsprung wurde eine deutlich spannendere Angelegenheit.
Zur Halbzeit lag der LHV dennoch mit 18:14 vorne.
Königsbrück kommt immer näher
Der Start in den zweiten Durchgang war zunächst wieder ordentlich. Mit einem ungewohnten Rückraum – Stephan auf RL, Lorenz auf RM und Lutz auf RR – fand die Dritte zunächst gute Lösungen.
Doch vor allem in der Defensive fehlte zunehmend die letzte Konsequenz. Königsbrück arbeitete sich Stück für Stück heran und glaubte immer mehr an die eigene Chance.
In der 44. Spielminute war es schließlich soweit: Die Gäste erzielten den 25:24-Anschlusstreffer. Die zwischenzeitliche Acht-Tore-Führung war endgültig Geschichte.
Jetzt war vor allem eines gefragt: Ruhe bewahren.
Und genau das gelang der Dritten. Nach einer schwierigen Phase setzte der LHV wieder einen drauf. Bahl, Lutz und Hussock trafen jeweils und sorgten mit drei Treffern in Folge wieder für etwas Luft – 30:26.
Ide hält die Dritte im Spiel
Doch Königsbrück gab sich nicht geschlagen. Die Gäste kämpften verbissen weiter und kamen in der Schlussphase noch einmal gefährlich nahe.
Einen wichtigen Anteil daran, dass die Dritte in dieser Phase nicht den Ausgleich hinnehmen musste, hatte dabei Schlussmann Robert Ide. Dieser erwischte einen richtig guten Tag und war gerade in den entscheidenden Momenten zur Stelle. Mit wichtigen Paraden hielt er seine Mannschaft im Spiel und verhinderte mehrfach, dass Königsbrück den Ausgleich erzielen konnte.
Trotzdem wurde es noch einmal richtig spannend: In der 57. Spielminute schaften die Königsbrücker nochmal den Anschluss – 32:31.
Doch die Zuse-Städter behielten die Nerven. Statt hektisch zu werden, spielte die Mannschaft die entscheidenden Situationen konzentriert zu Ende und brachte den Sieg schließlich über die Zeit.
35:32 – Heimsieg!
Erfolgreicher Start mit Luft nach oben
Damit ist der Start der neu formierten Dritten geglückt. 35 Tore zum Auftakt können sich definitiv sehen lassen. Gleichzeitig hat die Partie aber auch gezeigt, dass noch einiges an Arbeit vor der Mannschaft liegt.
Nach dem furiosen Start und einer 15:7-Führung darf man einen solchen Vorsprung nicht leichtfertig aus der Hand geben. Zu viele einfache Fehler im Angriff und die nachlassende Konsequenz in der Abwehr sorgten dafür, dass aus einem vermeintlich sicheren Heimsieg bis kurz vor Schluss eine echte Zitterpartie wurde.
Aber genau solche Spiele müssen erstmal gewonnen werden.
Die Dritte hat gekämpft, auch schwierige Phasen überstanden und sich am Ende für einen starken Start in die neue Saison belohnt.
35:32 – die ersten beiden Punkte sind im Sack!
Darauf lässt sich aufbauen.
LHV – kämpft wie Sau!
Der LHV spielte mit: Robert Ide (im Tor), Bastian Kaiser (Backup im Tor o. E.), Göran Hussock (4), Stanley Brix Möller, Tim Aufderheide (1), Aaron Krannich (8/1), Julian Bahl (1), Thomas Koch (4), Stanley Lorenz (5/1), Mario Stephan (4), Marcus Beier, Julian Lutz (6), Finn Dewitz (2) – Trainer/ Offizielle: Robert Schwarzbach, Mario Kunold




