LHV zeigt Herz und Kampfgeist – starke zweite Halbzeit trotz Niederlage

1 Februar, 2026

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Die erste Halbzeit ist aus Sicht des LHV schnell erzählt – und am liebsten würde man sie vergessen. In Abwehr und Angriff lief zu wenig zusammen, zu viele einfache Fehler bestimmten das Spielgeschehen. Die Führungsspieler von Bernstadt erhielten zu viel Raum und nutzten diesen konsequent. Bereits nach wenigen Minuten war spürbar, dass der Glaube an die eigene Stärke kurzzeitig fehlte.

Dennoch blitzte auch in dieser schwierigen Phase immer wieder das Potenzial der Jungs auf: mutige 1-gegen-1-Aktionen im Angriff, herausgespielte Bälle in der Abwehr und einzelne Momente, die zeigten, was eigentlich in dieser Mannschaft steckt. Mit einem deutlichen 20:10-Rückstand ging es in die Halbzeitpause.

In der Kabine fand das Trainerteam klare und emotionale Worte. Die Jungs wurden daran erinnert, ihre gewohnte Leistung zu zeigen, sich nicht vom Halbzeitergebnis herunterziehen zu lassen und vor allem zu beweisen, dass der LHV niemals aufgibt. Ganz nach dem Vereinsmotto:

„LHV – kämpft wie Sau!“

Und genau das setzte die Mannschaft in der zweiten Halbzeit eindrucksvoll um. Die Abwehr agierte nun deutlich aggressiver, griffiger und arbeitete füreinander. Jeder Ballgewinn wurde gefeiert, jeder Zweikampf angenommen. Lukas im Tor wuchs über sich hinaus und entschärfte mehrere freie Würfe. Zwar schlichen sich im Angriff weiterhin technische Fehler ein, doch der unbedingte Wille und der große Zusammenhalt machten dies mehr als wett.

Mit Leidenschaft, Teamgeist und großem Kampfgeist gewann der LHV die zweite Halbzeit verdient mit 6:12. Am Ende stand zwar eine 26:22-Niederlage auf der Anzeigetafel, doch dieses Ergebnis spiegelt nur bedingt wider, was die Mannschaft nach der Pause gezeigt hat.

Fazit:

Eine erste Halbzeit zum Vergessen – eine zweite Halbzeit, auf die man stolz sein kann. Das Trainerteam ist trotz der Niederlage sehr stolz auf die Jungs, die als Team zusammenstanden, sich gegenseitig push­ten und niemals aufgaben. Darauf lässt sich aufbauen, auch wenn weiterhin konsequent an Abwehr und Angriff gearbeitet werden muss.

Ein großes Dankeschön geht an die Eltern für die starke, faire und lautstarke Unterstützung von der Tribüne.

Ein bitterer Beigeschmack bleibt jedoch: Einige Zurufe aus dem gegnerischen Fanlager waren klar unter der Gürtellinie und haben mit Fairness und Sportlichkeit – gerade im Kinder- und Jugendbereich – nichts zu tun. Leider kein Einzelfall in dieser Halle. Hier wäre es wünschenswert, künftig konsequenter zu handeln.

Das nächste Spiel steht bereits vor der Tür: Im Heimspiel gegen Pulsnitz wartet erneut ein Duell auf Augenhöhe. Schon das Vorrundenspiel war hart umkämpft und ging erst zum Schluss knapp verloren. Diese Niederlage ist den Jungs noch präsent – und genau deshalb ist dieses Spiel eine offene Rechnung. Mit der gezeigten Moral und der Leistung aus der zweiten Halbzeit in Bernstadt ist der LHV bereit, diese anzugehen. (JD)

Für den LHV spielten: Arthur Szerement (5), Moritz Schmaler (3), Joe Buchwald (1), Mats Harport, Luke Stramke (1), Philipp Harter (1), Ole Hanske, Tim Bonk, Nick Müller (2), Leandro Löschner (9), Levy Wolf, Richard Schott, Janosch Schowtka, TH Mats Noack und TH Lukas Weiß

Trainer: Julia Deák, Marcus Beier, Marvin Trunsch, Jona Reischmann

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